Was genau versteht man unter einer Suchtmittelabhängigkeit?

Eine Suchtmittelabhängigkeit ist ein eigenständiges Krankheitsbild, welches sich durch folgende Merkmale ausdrückt:

  • starkes Eingenommensein vom Suchtmittel
  • nur durch steigenden Konsum ist die gewünschte Wirkung zu erreichen
  • erfolglose Kontroll- und Abstinenzversuche
  • Nicht-Konsumieren-Können führt zu Unruhe und Gereiztheit
  • Konsum des Suchtmittels, um Problemen oder negativer Stimmung zu entkommen
  • Familienmitglieder und andere werden belogen, um das Ausmaß der Abhängigkeit zu vertuschen
  • der Suchtmittelkonsum wird auch durch illegale Handlungen finanziert
  • Gefährdung oder Verlust von Beziehungen und Arbeitsplatz wegen des Konsums

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Wie erkenne ich, ob ich abhängig bin?

Es besteht die Möglichkeit, ihren Suchtmittelkonsum mit Hilfe der oben genannten Kriterien zu überprüfen oder andere Selbsttests auf dieser Internetseite durchzuführen. Eine genaue Abklärung kann allerdings nur im Rahmen einer Beratung erfolgen.

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Wer ist von einer Abhängigkeit betroffen?

Grundsätzlich ist keiner gegen eine Suchtmittelabhängigkeit immun. Die Zahl der Alkoholabhängigen wird auf  ca. 1,6 Mio. geschätzt, der Drogenabhängigen auf 
ca. 290.000, der Medikamentenabhängigen auf  ca. 1,4 Mio. und der Spielsüchtigen auf ca. 150.000 Personen.

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Welche Süchte sind am gefährlichsten?

Auf diese Frage lässt sich keine einheitliche Antwort geben. Wie man an den Zahlen erkennen kann, ist die Abhängigkeit vom Alkohol am größten, gefolgt von den Medikamentenabhängigen. Die Abhängigkeit von illegalen Drogen beinhaltet dagegen oft die Beschaffungskriminalität und damit die größere öffentliche Auffälligkeit. Die Spieler bleiben lange Zeit unerkannt, so dass die Gefahr des finanziellen Ruins immer größer wird.

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Welche Chancen habe ich, von meiner Abhängigkeit geheilt zu werden?

Etwa 60% der Abhängigen, die eine Therapie –sei dies stationär oder ambulant- beenden, sind auch ein Jahr nach ihrer Beendigung weiter abstinent. Es existieren aber noch keine Langzeitstudien. Wichtig ist zur Erhaltung der Abstinenz Gespräche mit anderen Betroffenen, z B. in Selbsthilfegruppen, zu führen, um sensibel für Gefährdungssituationen zu bleiben.

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Welche Hilfsmöglichkeiten gibt es?

Das Hilfsangebot für Abhängige und ihre Angehörigen hat sich in den letzten Jahren sehr verbessert und differenziert. Neben ambulanten Beratungs- und Behandlungsstellen und der stationären Therapie in Kliniken gibt es eine Vielzahl von Selbsthilfegruppen. Die Adressen finden Sie auf dieser Internetseite. Um eine passendes Behandlungsangebot herauszufinden, empfehlen wir ein Informationsgespräch in einer Beratungsstelle.

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Was können Angehörige tun?

Die Entwicklung einer Abhängigkeit findet oft schleichend statt. Angehörige sollten ihre eigenen Sorgen und Vermutungen ernst nehmen und nicht die Verantwortung für den Abhängigen übernehmen. Es ist notwendig, diesem gegenüber konsequent zu sein. Angehörige sollten vom Abhängigen ein sichtbares Engagement verlangen, z.B. eine Beratungsstelle aufzusuchen.

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Wenn mein(e) Partner(in) suchtmittelabhängig ist, heißt das, dass sie/er mich nicht mehr liebt?

Eine Abhängigkeit ist eine Krankheit, die im Laufe der Zeit eine Eigendynamik entwickelt. Wenn der Partner/die Partnerin Suchtmittel konsumiert, hat dies in erster Linie etwas mit ihm/ihr zu tun. Die Liebe zum Partner / zur Partnerin kann für sie oder ihn jedoch eine Motivation sein, sich behandeln zu lassen.

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